Termine
Hinweis: Schlüssel für die Dokumentationsstätte
Die seit Juni 2008 fertig gestellte ständige Ausstellung zur Geschichte des KZ Leonberg im alten Engelbergtunnel ist während der Führungen auf dem "Weg der Erinnerung" zugänglich, außerdem zwischen März und Oktober jeweils am 1. Sonntag im Monat zwischen 14 und 16 Uhr. (Siehe "Führungen")
Außerhalb der regelmäßigen Öffnungszeiten wenden Sie sich an Eberhard Röhm (Tel. 26640; Vorsitzender) und Renate Stäbler (Tel. 41589) oder an eines der Vorstandsmitglieder (Adressen siehe unter der Ruprik "Über uns").
Sonntag, 2. Mai 2010, 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel turnusmäßig geöffnet
Sonntag, 6. Juni 2010, 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel turnusmäßig geöffnet
Sonntag, 4. Juli 2010, 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel turnusmäßig geöffnet
Sonntag, 1. August 2010, 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel turnusmäßig geöffnet
Sonntag, 5. September 2010, 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel turnusmäßig geöffnet
(Europäischer Tag der jüdischen Kultur: Etwa ein Drittel oder mehr der Leonberger KZ-Häfltinge waren verfolgte Juden)
Sonntag, 12. September 2010, 11.15 Uhr bis nach 12 Uhr
(Tag des Offenen Denkmals)
KZ-Gedenkstättenraum im Samariterstift, Seestraße 74, 4. Stock
Zum Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 12. September 2010, bietet die KZ-Gedenkstätteninitiative eine Veranstaltung im KZ-Gedenkraum im Samariterstift Leonberg, Seestraße 74, 4. Stock an. Sie beginnt um 11.15 Uhr mit einem kurzen Lichtbildervortrag über die Geschichte des KZ Leonberg. Ein Teil der Gebäude des heutigen Altenzentrums wurden eigens für das Leonberger KZ gebaut. Anschließend wird anhand von ausgestellten Gegenständen aus dem Konzentrationslager und der Fabrik im alten Autobahntunnel über die Lebensbedingungen der ehemaligen Häftlinge berichtet. Um 12 Uhr ist die Vorführung des Films "Die Überlebenden des KZ Leonberg" (Dauer ca. 35 Minuten) vorgesehen. Die Besucher können sich auch über das Angebot der neu eingerichteten Bibliothek informieren.
Referentin: Renate Stäbler, langjähriges Vorstandsmitglied und Mitautorin des Buches „KZ und Zwangsarbeit in Leonberg“
Eintritt frei
Sonntag, 12. September 2010, 14.00 bis 16.00 Uhr
(Tag des Offenen Denkmals)
Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel (Ende der Seestraße)
Der alte Engelbergtunnel wurde 1938 als erster Reichsautobahntunnel eingeweiht. 1944/45 wurde in dem zu einer Fabrik umgebauten Tunnel Teile des Messerschmitt-Düsenflugzeugs Me 262 durch KZ-Häftlinge hergestellt. Heute befindet sich im vorderen Teil der westlichen Röhre eine Dokumentationsstätte der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg mit der Geschichte des Tunnels und des KZ.
Eintritt frei
Sonntag, 3. Oktober 2010, 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel turnusmäßig geöffnet
Zum Gedenken an die Euthanasieopfer aus Leonberg
Eine Veranstaltungsreihe der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg und der Evangelischen Erwachsenenbildung in Verbindung mit der VHS Leonberg
Im Januar 2010 jährte sich zum 70. Male der Beginn des Massenmordes an geistig behinderten und psychisch erkrankten Menschen im nationalsozialistischen Deutschland. Von Januar bis Dezember 1940 wurden allein in Süddeutschland 10.654 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten abgeholt und in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb, nahe der Stadt Münsingen, in einer Gaskammer ermordet.
Seit einem Jahr machte sich eine Geschichtswerkstatt der KZ-Gedenkstätteninitiative auf die Suche nach „Euthanasieopfern“, die aus Leonberg stammen. Inzwischen kennen wir die Namen von neunzehn Ermordeten aus Leonberg, Eltingen und Höfingen sowie deren mehr oder weniger umfangreiche Biographien aufgrund von Erkundigungen in Archiven der Behinderteneinrichtungen, in denen diese Menschen sich bis zu ihrem gewaltsamen Tod befanden.
Ihrem Gedächtnis sind die geplanten Veranstaltungen im Oktober und November dieses Jahres gewidmet.
Montag, 11. Oktober 2010, 19.00 Uhr, Haus der Begegnung
Euthanasie in Württemberg 1940 und das Schicksal der neunzehn bekannt gewordenen Leonberger Euthanasieopfer -
Eröffnung einer kombinierten Ausstellung der Gedenkstätte Grafeneck und einer Geschichtswerkstatt der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V.
Thomas Stöckle, der Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, und die Mitglieder der Leonberger Geschichtswerkstatt Linde Beer, Eberhard Hudelmayer, Dr. Eberhard Röhm, Wolfgang Schiele und Dr. Hildrun Schlicke berichten in Wort und Bild von der Euthanasie in Grafeneck und dem Schicksal der neunzehn inzwischen bekannt gewordenen Leonberger Euthanasieopfer, die 1940/41 in Grafeneck und Hadamar ermordet wurden.
Die umfangreiche Ausstellung zum Thema „Euthanasieopfer aus Leonberg“ im Haus der Begegnung kann von Montag, 11. Oktober, bis Freitag, 12. November, zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden. Führungen sind möglich.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten jedoch um Spenden zur Finanzierung der Ausstellung im Haus der Begegnung.
Montag, 18. Oktober 2010, 19.30 Uhr, Haus der Begegnung
Der Menschenzüchtungswahn in der Vergangenheit der Deutschen
Sozialdarwinismus, Eugenik, Erbgesundheits- und Rassenpflege, Zwangssterilisierung. Der Begriff „lebensunwertes Leben“ in der Ideologie des Nationalsozialismus. Nachdenken auch über die Gegenwart.
Vortrag von Klaus Beer, Richter i. R., mit anschließender Aussprache
Der Eintritt ist frei. Wir bitten jedoch um Spenden zur Finanzierung der Ausstellung im Haus der Begegnung.
Samstag, 23. Oktober 2010,
Halbtagesfahrt zur Gedenkstätte Grafeneck
Abfahrt 13.00 Uhr auf dem Parkplatz Neues Rathaus, Lindenstraße
(Näheres wird noch bekannt gegeben)
Sonntag, 24. Oktober 2010, 10 Uhr, Stadtkirche Leonberg
Ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an die Leonberger Euthanasie-Opfer
Predigt: Dekan a.D. Dr. Hartmut Fritz, Vorstandsvorsitzender der Samariterstiftung
Im Gedenken liegt der Anfang und die Kraft der Versöhnung.
Unser heutiges Gedenken ist die einzige Möglichkeit, dafür zu sorgen, den damals Ermordeten auch über ihren schrecklichen, gewaltsamen Tod hinaus ihre Würde zu geben. Das Gedenken ist unsere Verpflichtung, sie im Gedächtnis zu bewahren, ihre Namen ausfindig zu machen, sie aufzubewahren und durch öffentliche Verlesung der Namen der neunzehn aus Leonberg stammenden Opfer in diesem Gottesdienst in Erinnerung zu rufen.
Was damals unter dem schönfärberischen Wort „Euthanasie“ geschah, war schlicht Mord. Man meinte, man könnte Leben in lebenswert und lebensunwert einteilen, sortieren und selektieren und es gäbe Menschen, die nicht Anspruch auf ihre Würde haben und in denen sich nicht das Antlitz Gottes widerspiegeln könnte.
Donnerstag, 28. Oktober 2010, 19.30 Uhr, VHS Leonberg, Konferenzraum
Euthanasie in Württemberg – Täter - Verstrickte - Widerstand
Vortrag von Dr. h.c. Eberhard Röhm mit anschließender Aussprache
Bei den als Geheimaktion geplanten Krankenmorden waren auch zwei Leonberger verantwortlich beteiligt: Innenminister Jonathan Schmid und SS-Hauptsturmführer Gottlieb Hering. An diesem Abend soll aber auch die oft tragische Verstrickung in das Mordgeschehen beschrieben werden, in die die Verantwortlichen der Behinderteneinrichtungen gerieten, die an der Auswahl der Opfer beteiligt wurden. Das Verhalten und die Vorgänge werden an den Einrichtungen aufgezeigt, aus denen die Leonberger Euthanasieopfer kamen wie Stetten im Remstal, Mariaberg, Weissenau und Winnenden.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten jedoch um Spenden zur Finanzierung der Ausstellung im Haus der Begegnung.
Mittwoch, 10. November 2010, 19.30 Uhr, Versöhnungskirche Ramtel
Erinnern statt vergessen - nie wieder Euthanasie!
Täter und Opfer
Szenische Lesung der Theatergruppe Kandel Leonberg aus überlieferten Dokumenten über die Auslöschung „lebensunwerten Lebens“ im Nationalsozialismus mit einer Einführung von Pfarrer Hermann Bauer
In der Lesung wird nicht nur die Mordaktion thematisiert, sondern auch der weltanschauliche Hintergrund, die Eugenik-Diskussion der Zwanzigerjahre und die Zwangssterilisation seit 1933 wie auch Beispiele des Widerstandes. Und wie die Täter nach Kriegsende von der Justiz unzureichend zur Rechenschaft gezogen wurden.
Anschließend an die Lesung besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Die Theatergruppe Kandel, die am Abend lesen wird, besteht aus elf Erwachsenen aus Leonberg, die seit Jahrzehnten sich mit der Regisseurin und Schauspielerin Katja Kandel (früher Theater im Zentrum Stuttgart) zu Improvisations-Theater-Workshops treffen. Die szenische Lesung wurde bisher schon unter starkem Echo in Stuttgart, Ulm, Herrlingen, Markgröningen, Zwiefalten, Ellwangen und Gerlingen aufgeführt.
Die Sprecher des Abends sind Beate und Pitt Adler, Ursula und Dietrich Becker, Linde Beer, Karin und Wolfgang Mueller, Katinka Müller, Eberhard Röhm, Helga und Max Urlichs.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten jedoch um Spenden zur Finanzierung der Ausstellung im Haus der Begegnung.
|