"Rechte Landnahme - Eine Gefahr für die Demokratie"
Vortrag mit Andrea Röpke
Montag, 2. März, 19 Uhr, Haus der Begegnung, Eltinger Str.23, Leonberg
In Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung Leonberg
Eintritt frei - um Spenden wird gebeten
Die Völkische Szene stellt einen sehr wichtigen, aber unbekannten Teilbereich des Rechtsextremismus dar, über den viel zu wenig bekannt ist. Die demokratiefeindliche Ideologie setzt sich mit Geschichtsrevisionismus oder der gewaltbereiten "Remigrations"-Strategie längst in der Alternative für Deutschland (AfD) durch. Politiker*innen der AfD entstammen der völkischen Welt im Verborgenen. Die völkische Lebensweise hat sich unbemerkt nach 1945 über zahlreiche Organisationen wie z.B. den Bund für Gotterkenntnis - Ludendorff in vielen Landstrichen Deutschlands ausgebreitet. Vor allem akademisch geprägte nationalsozialistisch orientierte Familiennetzwerke etablieren sich generationsübergreifend durch "nationale Graswurzelarbeit". auch in Baden-Württemberg. Sie nehmen Einfluss auf Schulen, Kindergärten und Vereine, besetzen Positionen in staatlichen Stellen, Wirtschaft oder Hochschulen und laufen unter dem Radar des Verfassungsschutz.
Dieser unauffällige extrem rechte Kulturkampf ist gegen die moderne und liberale Gesellschaft gerichtet. Das Ziel ist die Errichtung einer autoritären und homogenen Gesellschaft nach dem Muster der NS-"Volksgemeinschaft". Vor allem auch Jugendliche und Kinder werden über rechtsextreme Bünde wie die "Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ), den "Sturmvogel-Deutscher Jugendbund" oder den "Jungadler" seit Jahrzehnten ideologisch und körperlich gedrillt, kulturell auf Linie gebracht und so gegen die Demokratie immunisiert. Völkische unterstützen den gesamten Widerstand von rechts gegen die Demokratie wie z.B. auch durch die "Identitäre Bewegung". Über die neue russische "Anastasia"-Bewegung gewinnen wehrhafte "vaterländische" und autoritäre Ideen auch in Baden-Württemberg neue Dynamik.
Rechtsextremismus-Expertin und Buchautorin Andrea Röpke verfolgt seit Jahren diese kaum beachtete Einflussnahme.
Sie zeigt die historischen Wurzeln und aktuellen Vernetzungen auf, die bis in die Parlamente reichen. Dabei wird deutlich: Hier handelt es sich um eine deutlich unterschätzte Gefahr!"