Von Frühjahr 1944 bis April 1945 gab es in Leonberg ein Konzentrationslager. Insgesamt mehr als 5000 Männer aus 24 Ländern Europas mussten im Engelbergtunnel die Tragflächen des Düsenjägers Me 262 fertigen: 12-Stundenam Tag, sieben Tage in der Woche.

Der Willkür der SS ausgesetzt, unzureichend ernährt und an Seuchen erkrankt starben Hunderte im KZ und auf den Todesmärschen bei Auflösung des Lagers.

Die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e. V. hält die Erinnerung für die nachfolgenden Generationen wach, denn: „Wir alle sind dafür verantwortlich, was aus dieser Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft wird.“
https://www.gedenkstaetten-bw.de/fileadmin/gedenkstaetten/images/aus_gedenkstaetten/2018/resolution_gedenkstaettenkonferenz_13_12_18.pdf
Wir laden Sie ein, uns hier kennenzulernen und auch an unseren Aktivitäten teilzunehmen

Tunnelöffnungen und Führungen


Sofern es bei den bisherigen Lockerungen bleibt, wird der Tunnel geöffnet
am Sonntag, 5. Juli  und
am Sonntag, 2. August, jeweils von 14-17 Uhr

Individuelle Führungen und Tunnelöffnungen für Gruppen und Schulklassen auf Anfrage.
Ab SOfort Wieder Führungen auf dem Weg der Erinnerung.
Gruppengrösse max. 19 Personen, Mund-Nasen-Schutz erforderlich.


WIR HALTEN SIE ÜBER ALLE NEUEN REGELUNGEN AUF DEM LAUFENDEN

weitere Informationen zu unseren Führungen

Aktuelles

Gedenken zu 75 Jahre Kriegsende

Leonberger Kreiszeitung vom 9.5.20 über die Gedenkzeremonie am 8. Mai 2020


09.05.2020

Presse

KZ-Gedenkstätte öffnet wieder ihre Tore

Vorbericht der Leonberger Kreiszeitung vom 8. Mai zur Öffnung der Gedenkstätte im Alten Engelbergtunnel


08.05.2020

Presse

Büchercafé April entfällt

Das für den 5. April vorgesehene BücherCafé

„Ich bin noch da: hört mir zu!“

mit der Vorstellung einiger Bibliotheksbücher mit Erinnerungen überlebender Leonberger KZ-Häftlinge wird auf ein noch nicht feststehendes Datum verschoben.

Auch die Buchausleihe entfällt ab 5. April auf unbestimmte Zeit“.


05.04.2020

Veranstaltungen

HIgh Tech und Barbarei

Die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V. lädt ein in die Bibliothek, Seestraße 74 (Samariterstift), 4. Stock, Sonntag, 1. März, 15.00 Uhr

„High Tech und Barbarei – die Produktion des Düsenjägers Me 262“

Der Maschinenbauingenieur Alexander Kartschall berichtet mit vielen Bildern aus seinem Buch „Messerschmitt Me 262 – Geheime Produktionsstätten“. U.a. auch über den Plan einer kompletten Produktion hier in unserer Gegend, etwa in Vaihingen/Enz, Unterriexingen, Leonberg. Überall stieß er auf Tote und den nicht enden wollenden Strom von verschleppten und entkräfteten Menschen: allein in Leonberg insgesamt 5.000 KZ-Häftlinge aus 24 europäischen Ländern.


01.03.2020

Veranstaltungen

Jahresmitgliederversammlung 2020 mit Vorstandswahl

Am Donnerstag, 27. Februar 2020, 19.00 Uhr findet im Samariterstift, Seestraße 74, EG, Berthold-Graf-Saal, die Jahresmitgliederversammlung der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V. statt.

Tagesordnung
1. Rechenschaftsbericht des Vorstands für das Jahr 2019
2. Kassenbericht für 2019 und Bericht der Kassenprüfer  

  1. Aussprache - Entlastung des Vorstands und des Kassiers
    4. Pläne für 2020 mit Aussprache
    5. Wahl des Vorstands für ein Jahr, ebenso Wahl der Kassenprüfer

 Auch Nichtmitglieder sind bei der Veranstaltung herzlich eingeladen.


27.02.2020

Veranstaltungen

Nackt unter Wölfen

Die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg lädt ein zum Büchercafé, Sonntag, 2. Februar 2020, 15 Uhr im Samariterstift, Seestraße 74, 4. Stock (Aufzug bis zum 3. Stock).

Zum Thema "Kinderschicksale" stellen wir vor:

Bruno Apitz: „Nackt unter Wölfen“

Wenige Wochen vor der Befreiung des KZ Buchenwald entdecken Häftlinge ein dreijähriges Kind in einem Koffer. Sie nehmen sich des Jungen an und verstecken ihn vor der SS in einer Kleiderkammer. Er überlebt.

Der Roman basiert auf Tatsachen: es gab das Kind, es gab den Mann, der es versteckte und behütete. Im wirklichen Leben hieß er Willi Bleicher, später kämpferischer IG-Metaller in Baden-Württemberg.

FOTO: MDR/UFA FICTION, aus der Verfilmung 2015


02.02.2020

Veranstaltungen

Giuseppe Covacich verstorben

Nachruf auf Giuseppe Covacich (20. Juni 1925 - 28. Januar 2020)

Aus Italien erreichte uns die Nachricht, dass einer der letzten Überlebenden des KZ Leonberg, Giuseppe Covacich, im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Wir als Gedenkstätte sprechen seiner Frau Albina und seiner Familie unsere herzliche Anteilnahme aus und erinnern uns an einen liebenswerten Menschen, den wir vor 20 Jahren kennen gelernt haben.


01.02.2020

Nachrufe

Von Wehrmachts-und Besatzungskindern

Vortrag am Holocaust-Gedenktag, Montag, 27. Januar 2020, 19.30 Uhr im Haus der Begegnung, Eltinger Str. 23

Kinderschicksale in Kriegs- und Nachkriegszeit

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages 2020 lädt die KZ-Gedenkstätteninitiative in Kooperation mit der Stadt Leonberg und der Ev. Erwachsenenbildung ein zu dem Vortrag „Wehrmachtskinder, Besatzungskinder – viele ungeklärte Schicksale 75 Jahre nach Kriegsende“. Referentin ist Ute Baur-Timmerbrink, die intensiv zu der Thematik geforscht, Bücher darüber geschrieben hat und selbst Betroffene ist. 

Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen.


27.01.2020

Veranstaltungen

Kinder, von denen man nicht sprach

Vorandkündigung der Leonberger Kreiszeitung vom 21. Januar zur Veranstaltung am 27.Januar 2020


21.01.2020

Presse

Als HItler das rosa Kaninchen stahl

Was können Eltern und Großeltern, Tanten und Onkel ihren Kindern, Enkeln, Neffen und Nichten zu Weihnachten schenken? Etwas zu Lesen – das wäre im digitalen Zeitalter sehr schön. Ein Buch, nicht allzu teuer; oder sogar eine kleine Bücherserie?

Die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg lädt ein in ihr BücherCafé, am 1. Advent,

15 Uhr, im Samariter Stift, Seestraße 74, 4. Stock. Vorgestellt wir das passende Geschenk:

„Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ von Judith Kerr


01.12.2019

Veranstaltungen

Der Konflikt zwischen Israel und Palästina

Freitag, 29. 11.19, 19.30 Uhr, im Haus der Begegnung, Eltinger Str. 23

Vortrag von Andreas Zumach

Der Konflikt Israel/Palästina - die Grenzen des Sagbaren und die schwindenden Chancen für eine gerechte Friedenslösung

Der israelisch-palästinensische Konflikt verschärfte sich seit Anfang dieses Jahres. Mit der forcierten Zerstörung palästinensischer Häuser, der verstärkten Besiedlung besetzter Gebiete sowie ihrer angedrohten Eingliederung ins eigene Staatsgebiet schafft die israelische Regierung immer mehr Fakten, die einen palästinensischen Staat verunmöglichen. Zugleich wird die durchaus kritikbedürftige Politik in Deutschland immer häufiger als Antisemitismus hingestellt und die Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung Leonberg statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.


29.11.2019

Veranstaltungen

August Lämmle - noch immer Leonberger Ehrenbürger

Die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V. lädt ein zum Büchercafé am Sonntag, 3. November 2019, 15 Uhr,  im Samariterstift, Seestraße 74 (Samariterstift), 4. Stock

Viele nennen August Lämmle, Jahrgang 1876 den „Dichter der Schwaben“. Der 1876 bei Ludwigsburg geborene Volkskundler sammelte und veröffentlichte schwäbische Redensarten, Sagen, Sprichwörter und Volkslieder – ein schwäbischer Mundartdichter. In Besenwirtschaften wird schon mal das „Schwobaland“ gesungen; in der ersten Strophe heißt es „Steig nuf dr Berg, guck naus ins Land, was mir fir a scheena Hoimat hand“.

Dieter Rebstock, Hauptschullehrer i. R.,  wird das Leben und Wirken des Leonberger Ehrenbürgers unter dem Titel „… der ewige Brunnen des Bluts“ beleuchten. Anschließend können die Besucher diskutieren, inwieweit Lämmle sich heute am Schulprofil der August-Lämmle-Schule - „…die Anleitung zu demokratischem Handeln ist uns sehr wichtig“ - beteiligen kann. 


03.11.2019

Veranstaltungen

Gottlieb Hering aus Warmbronn

 Montag, 21.10.,19.30 Uhr im Haus der Begegnung

Vortrag

Dr. Werner Proske

Laut Heinrich Himmler „einer seiner fähigsten Mitarbeiter“: Gottlieb Hering, KZ-Kommandant

In der Öffentlichkeit kaum bekannt ist Gottlieb Hering aus Warmbronn, in der NS-Zeit u.a. Kommandant von drei Konzentrationslagern. Im KZ Belżec fungierte er ab Juli 1942 als Versuchsleiter für künftige Regelabläufe bei der Vernichtung von Menschen im "learning by doing"-Verfahren. Nach heutigem Forschungsstand ist Hering für den Tod einer sechsstelligen Zahl von Menschen verantwortlich.

Foto: Hauptstaatsarchiv Stuttgart


21.10.2019

Veranstaltungen

Wenn aus Feinden Freunde werden II

KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V. lädt ein in den Berthold-Graf-Saal im Samariterstift, Seestraße 74: Sonntag, 6. Oktober 2019, 15 Uhr

Anfang Mai dieses Jahres stellte Frowin Junker seine Autobiografie vor: „Wenn aus Feinden Freunde werden – Leben in drei Welten“. Im Berthold Graf-Saal des Samariterstifts berichtete er vor über 50 Besuchern von seiner Erziehung im Nationalsozialismus: Christliches Elternhaus, aber Unterricht in einer nationalsozialistischen Elite-Schule, Internat in einer NS-Ordensburg. Der Tod seines Bruders im Krieg und der sinnlose Einsatz im bewaffneten Reichsarbeitsdienst am Kriegsende öffneten ihm die Augen über sein Leben in dieser ersten Welt.

Jetzt wird Frowin Junker über seine zweite Lebenswelt berichten.


06.10.2019

Veranstaltungen

Lotse oder Lotsin - nicht nur etwas für die ältere Generation

Bericht der Leonberger Kreiszeitung vom 5.10. 2019


05.10.2019

Presse

Tag des Offenen Denkmals

Bericht der Leonberger Kreiszeitung vom 9.9.19 zum Tag des Offenen Denkmals am 8.9.19


09.09.2019

Presse

Tag des Offenen Denkmals 2019

Sonntag 8. September 2019, 14 - 17 Uhr    

Der alte Engelbergtunnel. Entdecken Sie, was an ihm „modern“ war

Der diesjährige „Tag des offenen Denkmals“ steht unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Dabei geht es auch um technische Fortschritte, die etwas Modernes für die jeweilige Zeit mit sich brachten: der Engelbergtunnel war der erste Autobahntunnel in Deutschland.

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Bildlegende: Engelbergtunnel, Portalzone Nordportal; Staatsarchiv Ludwigsburg EL 75 VI a Nr 6304


08.09.2019

Veranstaltungen

Nachruf auf Julij Logar

Julij (Jure) Logar  7. Februar 1924 – 31. Juli 2019

Die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg beklagt den Tod des wohl ältesten unter den noch lebenden ehemaligen Leonberger KZ-Häftlingen, mit dem wir Kontakt hatten. Am 31. Juli ist im Alter von 95 Jahren Julij Logar verstorben. Als Vertreterin unserer Initiative hat das Vorstandsmitglied Irmtraud Klein an der Trauerfeier am 3. August in Črniče (Slowenien) teilgenommen.

Julij  Logar und Sohn Evgen am Tag der Einweihung, 8. Mai 2005, vor der Namenswand (Foto: Karin Mueller)


31.07.2019

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